GASTRONOMIE DER ZUKUNFT
Mit mehr Effizienz zum Erfolg

Gegessen wird immer – für Gastronomen eine gute Ausgangslage. Der Teufel steckt im Detail: Denn es ändert sich die Art wo und wie gegessen wird. Welche aktuellen Trends es gibt, zeigen wir Dir in diesem Artikel.

BEITRAG VON

Teambild Maximilian Perkmann
Maximilian Perkmann
Strategist

Essen kann komplex sein. Bis das Lieblingsgericht auf dem eigenen Teller ist, geht es durch viele Hände. Dabei müssen Arbeitsschritte abgestimmt werden, Fehler kosten Geld und manchmal sogar Kundschaft. Aber auch das Geschäftskonzept muss stimmen, damit überhaupt genügend Aufträge hereinkommen. Genau deshalb ist der Gastronomie- und Nahrungsmittelbereich der ideale Nährboden für Innovation und Digitalisierung.

 

DIGITALISIERUNG IST DAS A UND O

Das fängt bereits bei der Personalplanung an. Beispielhaft für die Integration moderner Technologie im Gastgewerbe ist die Software „gastronomic“. Dank intelligenter Personalplanung schafft das Programm vor allem eines aus dem Weg: das stressige und frustrierende Erstellen von Dienstplänen. Hier übernehmen automatisierte Prozesse die Schichtplanung. Weiters sind eine digitale Stempeluhr, Personalverwaltung sowie ein Lohnabrechnungssystem integriert. Lokale wie „Peter Pane“ setzen auf dieses innovative System und konnten dadurch bereits viel Zeit und Geld sparen. Cloud-Anbindungen sind für viele Gastronomen nicht mehr wegzudenken. Die Daten vom Restaurant werden online gespeichert, sodass ein orts- und zeitungebundener Zugriff garantiert ist.

 

Auch in den Küchen ist eine digitale Transformation zu beobachten. Neben intelligenten und adaptiven Küchengeräten sind aktuell sogenannte Küchenmonitore en vogue. Sie revolutionieren und optimieren den Alltag in der Gastroküche. Diese Systeme sind ideal geeignet, um das gängige Kassenbon-Chaos zu beseitigen. Das Küchenteam sieht sofort die Bestellungen der Gäste und eine zugehörige To-Do Liste wird generiert. Ein sehr effizienter Ablauf.

 

In keinem anderen Bereich ist die Digitalisierung stärker zu spüren als im Take-Away und Delivery. Lieferservice-Apps haben zunehmend an Beliebtheit gewonnen und sich vom Fast-Food Image abkoppelt. Eine Vielzahl gesunder Anbieter wie „Good Roots“ sind mittlerweile auf „MJAM“ oder „Lieferando“ zu finden.

 

CONVENIENCE: OFF-SITE GASTRO KÖNNTE DIE LÜCKE SCHLIESSEN

Das Konzept der On-Site Gastronomie beschreibt, dass Speisen an dem Ort, wo sie zubereitet werden, auch vom Kunden konsumiert werden. On-Site umfasst die gesamte Experience eines Gastronomiebesuchs – die Atmosphäre, den Service, den Genuss vor Ort und alles was sonst noch dazugehört.

 

Wiederum die Off-Site Gastronomie steht für den Verzehr außerhalb des Gastronomiebetriebs, sprich Take-Away, Delivery oder andere neue Modelle (wie wir später sehen werden). Fest steht: Durch Corona wurde die Off-Site Gastronomie hyperbeschleunigt. Mit der Verlagerung des Lebens und Arbeitens in die eigenen vier Wände ist der Bedarf an Take-Away und Delivery rasant gestiegen. Die Umsätze werden sich daher noch zukünftig weiter in Richtung Off-Site verschieben.

 

NEUE ENTWICKLUNGEN

Innerhalb der Off-Site-Gastronomie haben sich in den letzten Jahren eine Reihe neuer Geschäftsmodelle entwickelt. Die Hersteller der „K-Box“ entwickelten einen ganzheitlichen und intelligenten Lösungsansatz für den Point of Sales. Dabei erinnert nur das Äußere an einen klassischen Verkaufsautomaten. Drin steckt eine völlig neue und innovative Versorgungseinheit. Bargeldlos und in Selbstbedienung bietet die K-Box eine Versorgung an kalten und warmen Snacks, Convenience-Produkten, Kaffee, Tee und Kaltgetränken – und das rund um die Uhr. Ein weiterer Pluspunkt ist der geringe Personalaufwand. Besonders beliebt sind K-Boxen in Büros, Hotels oder bei Tankstellen.

 

Auch „Foodies“ (Selecta) bietet eine ähnliche Lösung. Das Angebot ist bei Foodies Automaten zwar kleiner, jedoch wird hier das Augenmerk auf Nachhaltigkeit gelegt. Diese Entwicklungen sind das Bindeglied zwischen klassischen Bedienkonzepten und Vending-Automaten.

 

Ein weiteres interessantes Geschäftsmodell: Ghost Kitchens. Hier wird das Konzept herkömmlicher Restaurants in seine Teile zerlegt und reduziert. Das Essen wird in den Mittelpunkt gestellt, während das Erlebnis der Vor-Ort-Konsumation wegfällt. In den Küchen werden Gerichte für eine Vielzahl an Konsumenten vorbereitet – doch vor Ort besteht keine Möglichkeit diese zu konsumieren. Ein Delivery-Only Konzept also. Details über dieses Businessmodell und wie Du damit Geld verdienen kannst findest Du unter folgendem Artikel: Hier geht's zum Artikel.

 

ZUM MITNEHMEN, BITTE – ABER NACHHALTIG!

Die Themen Gastronomie und Nachhaltigkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Müllreduzierung, Saisonalität, Regionalität: Umweltbewusstsein hat viele Facetten und wird zunehmend wichtiger.

 

Wie bereits beschrieben, ist der To-Go-Konsum besonders beliebt. Die Schattenseite: Unmengen an Plastik- und Papiermüll. Dieses Problem haben die Hersteller von „Relevo“ und „VYTAL“ in Angriff genommen. Ganz nach dem Motto „Essen mitnehmen – ohne Müll“, heißt ihr Lösungsweg „Mehrweg statt Einweg“. Mit der VYTAL App leihen sich Konsumenten per QR-Code wiederverwendbare Behälter aus. Diese können bei den Partnerrestaurants oder bei Rückgabeboxen retourniert werden. Somit wird enorm viel Müll reduziert. Ganz schön smart!

 

Momentan findet generell ein Umdenken in Sachen Verpackungsmaterial statt. Ressourcen können effektiv geschont werden durch die Entwicklung plastikfreier Verpackungen. Beispielsweise setzt „Naturally Pam“ auf biologisch abbaubare Verpackungen. Auch die Kette „Dean & David“ nützt Bio-Verpackungen für ihre Gerichte.

 

Plastikmüll reduzieren ist unumstritten ein heißes Thema. Jedoch auch das Problem von Lebensmittelverschwendung wird immer wichtiger für Unternehmen. Dank der Entwicklung von „KITRO“ kann dieses Thema jetzt noch genauer dank Big Data analysiert werden. KITRO ist ein intelligentes System, welches das Wegwerf-Verhalten in Restaurantküchen analysiert.

 

 

UMDENKEN & HANDELN, BEVOR ES ZU SPÄT IST

Du siehst: Es tut sich was! Neue Technologien kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Um langfristig erfolgreich zu sein ist es besonders wichtig nahe an den Kundenbedürfnissen zu arbeiten. Zu den Top-Erwartungen zählen Nachhaltigkeit und Umweltschutz – sowie auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein. Kein Plan, wo Du anfangen sollst? Wir als Strategieberater helfen Dir gerne dabei, noch nachhaltiger und besser zu werden.

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