Bye-Bye SEEKYOU, Hello FYNN

Bye-Bye SEEKYOU. Hallo FYNN.
Ein Interview über Markt und Mehrwert

September 2020. Es ist soweit: SEEKYOU wird FYNN. Damit ändert sich aber nicht nur der Name, sondern noch einiges mehr. Im Interview verraten die beiden Gründer Helmut Franceschini und David Unterholzner, was neu ist, was gleichbleibt und was Unternehmen heute tun können, um auch noch morgen erfolgreich zu sein.

BEITRAG VON

Christian Höpperger
Head of Market Activity, Senior Strategist

Christian: Hallo ihr beiden. Lasst uns direkt mit dem Interview beginnen. Ein Rebranding ist immer ein großer Schritt. Warum habt ihr euch dazu entschieden und was waren die Herausforderungen dabei?

 

Helmut: Ja, tatsächlich. Ein Rebranding ist etwas Prägendes. Und genau deshalb haben wir es auch gemacht. In den letzten Jahren hat sich der Beratermarkt sehr verändert. Agilität, Augenhöhe und anpacken ist mehr denn je gefragt. Und das Arbeiten mit Menschen unterschiedlichster Disziplinen und Hierarchien. Gleichzeitig gibt es in den Unternehmen viele schlaue Köpfe – perfekt ausgebildet, mit internationaler Erfahrung und fit indem was Sie machen. Da ist „BlaBla“ fehl am Platz.

Es braucht einen Partner, der gezielt Lösungen liefert. Für Themen und Herausforderungen, die gerade brennen. Und das mit spezialisiertem Fachwissen. Genau auf diese Veränderungen haben wir reagiert und uns thematisch und von den Leistungen her noch besser aufgestellt. Und um diesem Entwicklungsschritt auch nach außen Rechnung zu tragen, haben wir dem Kind auch einen neuen Namen gegeben. Neues Kleid und neue Haarpracht inklusive.

 

David: Ja, genau. Die Frage wie man Beratungsleistungen besser strukturieren und kommunizieren kann, begleitet uns schon sehr lange. Dabei kamen im Laufe der Zeit immer wieder neue Ideen und Ansätze auf. Schließlich kamen wir an einen Punkt, an dem wir entschieden haben, diese Ideen nun auch umzusetzen. Das war aber so viel, dass es einfach Sinn ergab, hierfür eine neue Marke zu bauen.

Wie bei jedem Markenbildungsprozess lag die Schwierigkeit darin, nicht nur die wesentlichen Anforderungen an die Marke klar zu definieren, sondern diese auch in ein stimmiges Ganzes zu überführen: von den Zielgruppen, über das Angebot bis hin zur Positionierung gegenüber dem Wettbewerb. Und wurde schließlich grafisch und optisch dementsprechend umgesetzt.

 

 

 

Christian: Wie würdet ihr FYNN beschreiben? Was unterscheidet FYNN von der Konkurrenz?

 

David: Ich würde behaupten, dass unsere Kernkompetenz darin liegt, Strukturen gut und schnell zu erkennen. Egal ob es sich um Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsketten oder Marken handelt: wir schaffen es in kürzester Zeit diese in eine Logik und eine Struktur zu bringen. Das ist auch die Ausgangslage, um damit kreativ zu sein: neue Wege zu finden, neue Möglichkeiten auszuloten oder Bestehendes zu optimieren. Das macht uns Spaß.
Und das merken auch die Leute, mit denen wir arbeiten. Das macht unsere Workshops auch so lebendig.

 

Helmut: Hm, für einen selbst ist ja das eigene Kind immer das schönste, intelligenteste und beste. Deshalb ist das eine schwierige Frage. Im Grunde genommen kochen alle mit Wasser. FYNN ist halt mit mehreren gewaschen. Und vereint das Beste aus zwei Welten: das strategische Denken einer Unternehmensberatung und die Umsetzungskompetenz einer Agentur. Wir sind es gewohnt, mit Vorstand und Top-Management Zukunftsbilder zu erarbeiten und dann wieder mit Führungskräften, Lead-Usern, Experten und Designern kreativ an neuen Geschäftsmodellen, Produkten und Services zu basteln.

Klingt zwar einfach – ist es aber nicht. Denn jeder denkt auf seine eigene Weise. Und hat auch seine eigene Sprache. Und genau das zeichnet uns aus – und ist das Ergebnis aus über 15 Jahren Erfahrung. Es würde mir noch einiges einfallen: unser cooles Team, alles „Charakter-Köpfe“, der Market-to-Market-Ansatz, die lebendigen Methoden aus dem Design Thinking, die Leistungsformate vom einzelnen Workshop bis hin zur intensiven Projektbegleitung. Oha… ich habs ja gesagt: das eigene Kind…

 

 

 

Christian: Wo seht ihr die Unterschiede zwischen SEEKYOU und FYNN? Und was haben beide gemeinsam?

 

David: FYNN ist die kondensierte Umsetzung all jener Überlegungen, Ideen und Gedanken, die sich in all den SEEKYOU-Jahren ergeben haben. Insofern ist FYNN eine Art Best-of von SEEKYOU. Oder um eine Fußball-Metapher zu verwenden: FYNN steht zu SEEKYOU, wie die Italienische Nationalmannschafft zur Serie A.
Fußballmetaphern funktionieren immer (lacht und greift beherzt zu seinem Espresso)!

 

Helmut: Das hast du jetzt schön auf den Punkt gebracht. So schön, dass ich da gar nichts mehr ergänzen kann (lacht auch und schnappt sich ebenfalls seine Tasse, allerdings mit heißer Schokolade). Doch, eines: Ich glaube FYNN ist noch flexibler, neugieriger und agiler als SEEKYOU. Jugendlich aber mit viel Erfahrung. Geht das überhaupt (blickt fragend in die Runde)? Wurscht, bei uns schon. Und genau das macht auch den Reiz von FYNN aus. Für uns. Und auch für unsere Kunden.

 

 

 

Christian: In der Strategieberatung habt ihr beide schon einiges erlebt. Was war euer prägendstes Erlebnis der letzten 10 Jahre?

 

David: Mir fällt da eigentlich kein singuläres Ereignis ein, das mich geprägt hat. Vermutlich auch deshalb, weil es zu unserem Jobprofil gehört, aus jedem Projekt und von jedem Kunden zu lernen und etwas mitzunehmen.  Insofern gab es sehr viele Momente und Ereignisse, an denen wir gewachsen sind.

Am prägendsten waren vielleicht jene großen Projekte, mit denen wir sehr viele Endkunden erreicht haben. Durch die Öffentlichkeitswirksamkeit ist das noch etwas anderes als bei B2B Projekten.

 

Helmut: Ja, da stimme ich David zu. Lernen ist ein konstanter Prozess und lebt von täglichen Erfahrungen. Aber dennoch gab es für mich schon prägende Ereignisse – eines der Wichtigsten war sicher, dass David mit eingestiegen ist. Er hat neue Sichtweisen eingebracht. Und das hat das Werkl schon sehr weitergebracht. Und als ich vor Jahren das Telefon abgehoben habe und ein Big Player am anderen Ende der Leitung war. Der mit uns arbeiten wollte. Das war schon was. Cool. Oder wenn ich im DM ein Produkt gesehen habe, das wir von null auf mit aufgebaut haben.

Aber das Leben ist ja bekanntlich kein Ponyhof. Da gabs auch mal das eine oder andere Tief. Wo ich mir gedacht habe, ich wäre lieber Tischler – der macht was mit den Händen. Etwas Bleibendes. Solides. Das war auch prägend. Seit damals habe ich immer meine Motorsäge mit – und wenn solche Gedanken aufkommen, hüpfe ich schnell in den Wald… und dann geht’s einigen Bäumen an den Kragen.

 

 

 

Christian: Okay, letzte Frage. Welche Tipps möchtet ihr Unternehmen für die nächsten 2-3 Jahre auf den Weg geben?

 

Helmut: Ich denke, dass es für Unternehmen in den nächsten Jahren wichtig sein wird, trotz der Effizienz und der Standardisierung im Tagesgeschäft, auch Agilität und Weitsicht zu zulassen. Märkte, Nutzer, Technologien – all das ändert sich immer schneller. Das sollte man im Auge behalten. Und Potentiale rechtzeitig erkennen und nutzen. Das wird einige Unternehmen vor Herausforderungen stellen. Umso wichtiger ist es, immer wieder vom Tagesgeschäft etwas zurückzutreten und das große Ganze zu betrachten. Und sich auf neue Marktherausforderungen auszurichten. Und dann die Ärmel hochzukrempeln und aus den Möglichkeiten konkrete Geschäftsmodelle, Produkte und Services zu machen. Schnell, gezielt und ohne BlingBling.

 

David: Was die Zukunft bringt weiß niemand. Es gibt aber ein paar Konstanten und Erkenntnisse, die auch in den nächsten Jahren Bestand haben werden. Eine wesentliche Erkenntnis ist es, dass der Anpassungsdruck an Unternehmen sich auch in Zukunft erhöhen wird. Informationen, Märkte, aber auch Zielgruppen ändern sich in solcher Geschwindigkeit, dass es zur Grundausstattung erfolgreicher Unternehmen gehören wird, sich an diesen Wandlungsdruck anzupassen. Den reinen Käufermarkt – bei dem es genügt einfach nur präsent zu sein – den gibt es praktisch nicht mehr. Das wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

 

 

 

Christian: Vielen Dank für eure Zeit!

Aus Seekyou wird
FYNN
Was bleibt: schlaue Köpfe, fokussierte Themenexpertise und Leidenschaft für Zukunft.
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